Mit E-Signatur-Tools lassen sich Angebote, Vereinbarungen und andere Dokumente online zur Unterschrift versenden. Das spart Ausdrucke und beschleunigt Abläufe. Entscheidend ist jedoch, welche Signaturart für das jeweilige Dokument erforderlich ist.
Wichtiger Hinweis: Dieser redaktionelle Vergleich ersetzt keine Rechtsberatung. Nicht jedes Dokument darf mit jeder elektronischen Signatur abgeschlossen werden. Bei gesetzlicher Schriftform oder hohem Risiko sollte die erforderliche Signaturart rechtlich geprüft werden. Stand: 6. September 2026.
Kurzempfehlung
DocuSign bietet einen großen Funktions- und Integrationsumfang. Adobe Acrobat Sign passt zu bestehenden PDF- und Adobe-Abläufen. Dropbox Sign ist für einfache Signaturprozesse zugänglich. Skribble richtet sich mit mehreren Signaturstandards besonders an den DACH-Raum. Yousign bietet eine europäisch ausgerichtete Alternative.
Die fünf E-Signatur-Tools im Überblick
| Tool | Geeignet für | Stärke | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| DocuSign | Regelmäßige Signaturabläufe | Viele Integrationen | Pakete und Kontingente prüfen |
| Adobe Acrobat Sign | Adobe- und PDF-Nutzer | Dokumenten-Workflow | Produktvarianten unterscheiden |
| Dropbox Sign | Solo-Selbstständige und kleine Teams | Einfache Bedienung | Tarifgrenzen beachten |
| Skribble | DACH-Unternehmen | EES, FES und QES | Signaturart kann Zusatzkosten verursachen |
| Yousign | Europäische kleine Unternehmen | EU-Ausrichtung | Funktionsumfang nach Tarif |
1. DocuSign: umfangreicher Standard
DocuSign unterstützt das Vorbereiten, Versenden, Nachverfolgen und Verwalten elektronisch unterzeichneter Dokumente. Die Plattform bietet zahlreiche Integrationen und eignet sich für wiederkehrende Prozesse. Für Einzelpersonen kann der Umfang größer als nötig sein.
Geeignet für: Selbstständige und Teams mit regelmäßigem Signaturvolumen. Offizielle Preisübersicht.
2. Adobe Acrobat Sign: stark bei PDF-Abläufen
Adobe verbindet elektronische Signaturen eng mit PDF-Erstellung und Dokumentenbearbeitung. Wer Acrobat bereits für Verträge, Formulare oder Freigaben nutzt, kann dadurch Arbeitsschritte in einer vertrauten Umgebung bündeln. Für reine Bearbeitungs-, Konvertierungs- und Dokumentenaufgaben hilft zusätzlich unser Vergleich von PDF-Tools für Selbstständige.
Geeignet für: Nutzer mit bestehenden Adobe- und PDF-Prozessen. Offizielle Tarifübersicht.
3. Dropbox Sign: einfacher Einstieg
Dropbox Sign konzentriert sich auf leicht verständliche Signaturanfragen, Vorlagen und Statusverfolgung. Die Lösung kann für standardisierte Angebote und Vereinbarungen angenehm sein. Laut Anbieter gibt es mehrere Einzel- und Teamtarife; die enthaltenen Anfragen sollten vorab geprüft werden.
Geeignet für: Einzelpersonen und kleine Teams mit überschaubaren Abläufen. Offizielle Preisübersicht.
4. Skribble: mehrere Signaturstandards
Skribble unterscheidet zwischen einfacher, fortgeschrittener und qualifizierter elektronischer Signatur. Das ist nützlich, wenn unterschiedliche Dokumente verschiedene Sicherheits- oder Formanforderungen haben. Die jeweils erforderliche Stufe sollte nicht allein anhand des Tool-Marketings entschieden werden.
Geeignet für: Selbstständige und Unternehmen im DACH-Raum mit unterschiedlichen Signaturanforderungen. Offizielle Preisübersicht.
5. Yousign: europäische Alternative
Yousign bietet elektronische Signaturprozesse für kleine und mittlere Unternehmen mit europäischer Ausrichtung. Vorlagen, Erinnerungen und Teamfunktionen helfen bei wiederkehrenden Dokumenten. Auch hier sollte geprüft werden, welche Signaturstufe und welches Kontingent enthalten sind.
Geeignet für: Selbstständige, die eine europäisch positionierte Lösung bevorzugen. Offizielle Preisübersicht.
Welche Signaturart ist nötig?
Die eIDAS-Regelung unterscheidet vereinfacht zwischen einfacher elektronischer Signatur (EES), fortgeschrittener elektronischer Signatur (FES) und qualifizierter elektronischer Signatur (QES). Die QES hat die höchsten Anforderungen. Welche Form erforderlich oder sinnvoll ist, hängt vom Dokument, dem Risiko und den gesetzlichen Vorgaben ab.
Wichtige Auswahlkriterien
- Signaturstufen: Unterstützt das Tool die benötigte EES, FES oder QES?
- Identifizierung: Prüfe Verfahren, Aufwand und Kosten für Identitätsprüfungen.
- Nachweis: Audit-Protokolle und nachvollziehbare Zeitpunkte sind wichtig.
- Datenschutz: Auftragsverarbeitung, Speicherorte und Löschfristen kontrollieren.
- Kontingente: Nicht nur den Monatspreis, sondern auch enthaltene Signaturen vergleichen.
In den Arbeitsablauf einbinden
Nach einer Unterschrift folgen häufig Termin, Projekt und Rechnung. Passende Vergleiche findest du zu Online-Terminbuchung, Projektmanagement und Rechnungsprogrammen.
Häufige Fragen
Ist eine eingescannte Unterschrift eine E-Signatur?
Sie kann als einfache elektronische Signatur dienen, bietet aber nicht automatisch die Nachweise und Sicherheitsmerkmale einer fortgeschrittenen oder qualifizierten Signatur.
Kann jeder Vertrag digital unterschrieben werden?
Nein. Für manche Rechtsgeschäfte gelten besondere Formvorschriften oder Ausschlüsse. Bei Unsicherheit sollte fachkundige rechtliche Beratung eingeholt werden.
Fazit
Dropbox Sign ist für einfache Abläufe zugänglich, DocuSign umfangreich und Adobe stark bei PDFs. Skribble bietet im DACH-Raum mehrere Signaturstufen, Yousign eine europäische Alternative. Die benötigte rechtliche Form sollte immer vor der Tarifwahl geklärt werden.
Bild: Dose Media / Unsplash.
