Ein gutes Rechnungsprogramm spart Selbstständigen Zeit bei Angeboten, Rechnungen, Belegen und Zahlungserinnerungen. Dieser Vergleich ordnet fünf bekannte Lösungen ein, ohne eine Steuer- oder Rechtsberatung zu ersetzen.
Transparenz: Der Beitrag ist redaktionell recherchiert. Funktionen und Preise können sich ändern; maßgeblich sind die Anbieterangaben. Redaktion: SoftwareKlar, Stand: 5. September 2026.
Kurzempfehlung
Lexware Office (früher lexoffice) und sevdesk decken viele laufende Rechnungs- und Buchhaltungsaufgaben ab. Papierkram ist besonders interessant, wenn Projekte und Zeiterfassung eng mit der Abrechnung verbunden werden sollen. FastBill richtet sich an strukturierte Rechnungsprozesse, während invoiz einen vergleichsweise zugänglichen Einstieg für Selbstständige und kleine Unternehmen bietet. Welche Lösung am besten passt, hängt vom benötigten Funktionsumfang, den Schnittstellen und dem gewählten Tarif ab.
Rechnungsprogramme im Überblick
| Programm | Geeignet für | Stärke | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| Lexware Office | Solo-Selbstständige und kleine Firmen | Breiter Buchhaltungsumfang | Funktionsumfang vom Tarif abhängig |
| sevdesk | Gründer und kleine Unternehmen | Belege und Buchhaltung | Tarife genau vergleichen |
| Papierkram | Projektorientierte Selbstständige | Projekte und Zeiterfassung | Arbeitsweise vorab testen |
| FastBill | Dienstleister und kleine Teams | Strukturierte Rechnungsabläufe | Schnittstellen prüfen |
| invoiz | Einsteiger und kleine Betriebe | Übersichtliche Bedienung | Benötigte Buchhaltungsfunktionen prüfen |
1. Lexware Office: umfassender Allrounder
Lexware Office (früher lexoffice) verbindet Angebote, Rechnungen, Belegerfassung, Banking und Buchhaltung in einer zentralen Lösung. Unterstützt werden unter anderem E-Rechnungen, offene Posten, Mahnungen, EÜR, Umsatzsteuervoranmeldung und die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater. Damit eignet sich die Software besonders für Selbstständige, die Rechnungsstellung und laufende Buchhaltung möglichst eng verzahnen möchten. Welche Funktionen enthalten sind, hängt vom gewählten Tarif ab.
Geeignet für: Selbstständige, die eine umfassende zentrale Lösung suchen. Lexware Office ansehen*.
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2. sevdesk: Buchhaltung mit Belegfokus
sevdesk richtet sich an Selbstständige, Gründer und kleine Unternehmen. Bereits für die Rechnungsstellung unterstützt die Cloud-Lösung Angebote sowie Rechnungen und E-Rechnungen in den Formaten ZUGFeRD und XRechnung. In den Buchhaltungstarifen kommen unter anderem KI-gestützte Belegerfassung, Banking, EÜR und GuV sowie die Umsatzsteuervoranmeldung hinzu. Eine DATEV-/Steuerberater-Anbindung ist ebenfalls vorgesehen. Wichtig ist deshalb die Wahl des passenden Tarifs: Wer nur Rechnungen schreiben möchte, benötigt einen anderen Funktionsumfang als jemand, der seine laufende Buchhaltung weitgehend in einem System erledigen will.
Geeignet für: Nutzer, die Belege und Rechnungen gemeinsam organisieren möchten. Offizielle Preisübersicht.
3. Papierkram: praktisch für Projekte
Papierkram verbindet Angebote und Rechnungen mit Projektmanagement und integrierter Zeiterfassung. Erfasste Projektzeiten lassen sich direkt in Rechnungen übernehmen. Dazu kommen E-Rechnungen, digitale Belegverwaltung, Banking mit Zahlungsabgleich sowie Auswertungen wie EÜR, UStVA, BWA und Cashflow. Damit ist Papierkram besonders interessant für Selbstständige und Dienstleister, die Projektarbeit, Zeitabrechnung und Buchhaltung in einem System bündeln möchten.
Geeignet für: Freelancer und projektorientierte Dienstleister. Offizielle Preisübersicht.
4. FastBill: strukturierte Rechnungsprozesse
FastBill verbindet Angebote und Rechnungen mit digitaler Belegverwaltung, Mahnwesen und Banking samt Zahlungsabgleich. E-Rechnungen lassen sich als ZUGFeRD und XRechnung erstellen, versenden und empfangen. Für die Buchhaltung stehen unter anderem DATEV-Export beziehungsweise Steuerberaterzugang und die Umsatzsteuervoranmeldung zur Verfügung; auch eine projektbezogene Zeiterfassung ist integriert. Welche Automatisierungen und Zusatzfunktionen verfügbar sind, hängt teilweise vom gewählten Tarif ab.
Geeignet für: Dienstleister mit regelmäßigem Rechnungsvolumen. Offizielle Preisübersicht.
5. invoiz: zugänglicher Einstieg
invoiz bündelt Kundenverwaltung, Angebote und Rechnungen mit Buchhaltung und Online-Banking. Zahlungseingänge lassen sich offenen Rechnungen zuordnen, Buchungsunterlagen strukturiert an die Steuerberatung übergeben und wichtige Finanzkennzahlen in Übersichten verfolgen. Eine mobile App sowie ein eigener App Store ergänzen die Online-Lösung. Damit eignet sich invoiz besonders für Selbstständige und kleine Unternehmen, die Rechnungsstellung, Finanzen und Buchhaltung möglichst zentral organisieren möchten. Vor der Entscheidung sollte geprüft werden, welche benötigten Funktionen im gewählten Umfang enthalten sind.
Geeignet für: Einsteiger und kleine Unternehmen. Offizielle Preisübersicht.
Wichtige Auswahlkriterien
- E-Rechnungen: Prüfe, welche Formate erstellt, empfangen und verarbeitet werden.
- Export: DATEV- oder andere Exporte sollten zum Arbeitsablauf der Steuerberatung passen.
- Bankabgleich: Automatische Zuordnung kann offene Zahlungen schneller sichtbar machen.
- Belege: Mobile Erfassung und verständliche Ablage sparen Zeit.
- Wachstum: Wiederkehrende Rechnungen, mehrere Nutzer und Schnittstellen können später wichtig werden.
Passende Ergänzungen
Projektbasierte Rechnungen funktionieren besser mit sauber erfassten Stunden. Vergleiche dazu unsere Beiträge über Zeiterfassung und Projektmanagement. Wenn du neben Rechnungen auch Zahlungen direkt online abwickeln möchtest, hilft unser Vergleich der Online-Zahlungssysteme für Selbstständige. Weitere Übersichten stehen im Ratgeber.
Häufige Fragen
Reicht ein reines Rechnungsprogramm?
Das hängt von deinem Betrieb ab. Für wenige Rechnungen kann ein schlanker Umfang genügen. Belege, Umsatzsteuer, Bankabgleich oder Zusammenarbeit mit der Steuerberatung können eine umfassendere Lösung sinnvoll machen.
Sollte die Steuerberatung mitentscheiden?
Ja, besonders wenn Daten regelmäßig übergeben werden. Ein früh abgestimmter Exportweg verhindert spätere Doppelarbeit.
Fazit
Lexware Office und sevdesk sind naheliegende Kandidaten, wenn Rechnungsstellung und laufende Buchhaltungsaufgaben möglichst umfassend in einer Lösung gebündelt werden sollen. Papierkram ist besonders für projektbezogene Arbeit mit Zeiterfassung interessant, FastBill für strukturierte Rechnungsabläufe und invoiz für einen übersichtlichen Einstieg. Eine pauschal beste Lösung gibt es nicht: Entscheidend sind dein tatsächlicher Rechnungsprozess, benötigte Schnittstellen, die Zusammenarbeit mit der Steuerberatung und der Funktionsumfang des gewählten Tarifs. Nutze deshalb nach Möglichkeit eine Testphase mit realistischen Beispieldaten, bevor du dich festlegst.
Bild: Kelly Sikkema / Unsplash.
